Fremde Verwandte (Gedicht)

Fremde Verwandte

Nanu, das kann nicht möglich sein,
du sitzt allein auf einem Stein.
Es soll ja manchmal Wunder geben,
Religiöse die gar ’nach streben,
bei Bedarf den Kopf hergeben.
Doch um dich herum, was siehst du dort?
Beißende Leere, nichtiges Nichts.
Wo andere eine Boje sehen,
siehst du nur den bekannten Stein,
wo nichts ist, da soll nichts sein.

Allmächtiges Wesen, betrachte ihn,
müsstest du nicht vor ihm niederknien?
Schließlich habt ihr viel gemein,
du die Erde, er den Stein.