Irgendwie passt in Stephen Hillenburg’s Welt gar nichts zusammen: Ein sprechender Schwamm mit Krawatte und Schuhen, der in einer Ananas auf dem Meeresgrund neben einem Seestern, einer Tentakel und einem Eichhörnchen lebt und Burger brät. Da wundert’s einen doch schon ein bisschen, dass der Erfinder gleichzeitig Meeresbiologe ist. Doch so skurill die Mischung auch ist, so ist sie ebenso genial. Nach mittlerweile 10 Jahren und über 200 Folgen Spongebob Schwammkopf, gehört die Trickserie zu einer der erfolgreichsten weltweit!

Die Meisten werden wohl schon mal beim Zappen mit dem Schwamm Bekannschaft gemacht haben und viele werden wahrscheinlich sofort weitergeschaltet haben – kein Wunder, läuft die Serie doch auf Kinderkanälen wie Nick oder Super RTL. Doch unlängst haben auch viele Erwachsene die Zeichentrickserie ins Herz geschlossen. Denn die Serie bietet mehr als sie im ersten Moment erahnen lässt. Dabei sind vor allem Spongebob’s unverwechselbare Charakterzüge für den Erfolg ausschlaggebend. Der Schwamm versprüht einen kindlichen Charme, ja, oft schon einen kleinkindlichen, vermischt mit einer gewaltigen Naivität und einem weichen Kern.
Die Geschichten sind zwar kurz (nur 11 Minuten), man ist bei der Serie aber immer wieder erstaunt, was die Macher alles mit dieser kurzen Zeit anfangen können. So sind die meisten Folgen witzig und nur selten langweilig. Den Autoren scheinen dabei nie die Ideen auszugehen, obwohl die einzelnen Episoden fast ausschließlich nur in Bikini Bottom, der Stadt in der die Figuren leben, spielen. Vielleicht ist ist es aber genau das, was viele Zuschauer an der Serie zu schätzen wissen. Es kommt einem nach ein paar Folgen alles vertraut vor und man ist bereits gespannt, was diesmal passiert.
Spongebob läuft auf zwei Ebenen ab, was zur Folge hat, dass Erwachsene und Kinder die Serie schauen. Kinder mögen einfach die Geschichten, die visuelle Komik und Spongebob’s Albernheiten. Ebenso sind durch die „sprachliche“ Komik die Erwachsenen bedient. Was natürlich nicht heißt, dass diese nicht mal über andere Dinge lachen
Die Synchronisationen befinden sich meiner Meinung nach auf einem hohen Niveu, vor allem wegen Santiago Ziesmer. Dieser verleiht Spongebob seine unverwechselbare Stimme. Ohne ihn wäre Spongebob um Einiges ärmer.
Ich muss gestehen, dass ich auch nicht sofort begeistert war, als ich Spongebob vor einigen Jahren das erste Mal sah. Doch nach ein paar Episoden änderte sich wirklich meine Meinung. Oft stellt sie Serien wie „Die Simpsons“ in den Schatten. Das ist natürlich Geschmackssache. Ich freue mich jedenfalls auf weitere zehn Jahre mit dem gelben Schwamm.
Übrigens: Eine Umfrage hat ergeben, dass vor allem Männer die Serie gucken. Mmhh…
Jetzt sendet auch Viva die Sendung. Mittlerweile der fünfte Kanal. Siehe hier —> Viacom und Spongeboob – Eine unzertrennliche Symbiose?
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